spiegel

Befremdlich

2010-03-22, 20:43

Befremdlich finde ich den aktuellen Artikel auf Spiegel Online. Es geht darin um die bösen Folgen der zunehmenden Werbeblockierung durch Programm wie AdBlock und Co.
Ich zähle wohl zu den bösen Buben, da auch bei mir ein solcher Blocker zum Einsatz kommt. In dem besagten Artikel wird ziemlich plakativ auf mich und meine Gesinnungsgenossen eingeschlagen: keine Werbung, keine Qualitätsjournalismus.
Diese simple Logikkette wird mit Zahlen und Statistiken aufgehübscht und mündet in der (rhethorischen?) Frage, wann man bitte den Werbeblocker wieder abschaltet. Da kann ich nur gaaaanz laut rufen: NIEMALS!

Abgesehen davon, dass die Werbung (nicht nur auf spiegel.de) brechreizauslösende Formen angenommen hat (Flash-Banner, die den gesamten Inhalt “umranken” und zum Beispiel auf Netbooks den ganzen Rechner in die Knie zwingen) halte ich auch den Spiegel nicht für ausgemachten Qualitätsjournalismus. 70% der Meldungen stammen direkt von irgendwelchen Nachrichtenangenturen – jedenfalls drängt sich mir dieser Eindruck auf, wenn ich am gleichen Tag oder wenig zeitversetzt genau den gleichen Wortlaut auf anderen Nachrichtenseiten finde. Alternativ schreiben Sie vielleicht auch nur ab – was aber auch kein Argument gegen die kritisierten Programme wäre. Andernfalls haben wir bald Zustände wie in der Futurama-Episode “A Fishful of Dollars”…

Fry: So you’re telling me they broadcast commercials into people’s dreams?
Leela: Of course.
Fry: But, how is that possible?
Farnsworth: It’s very simple. The ad gets into your brain just like this liquid gets into this egg. [He holds up an egg and injects it with liquid. The egg explodes, covering him and Leela in yolk.] Although, in reality, it’s not liquid, but gamma radiation.
Fry: That’s awful. It’s like brainwashing.
[Leela wipes the yolk from her hair.]
Leela: Didn’t you have ads in the 20th century?
Fry: Well, sure, but not in our dreams. Only on TV and radio. And in magazines and movies and at ball games and on buses and milk cartons and T-shirts and written in the sky. But not in dreams. No, sir-ee!
Bender: Quit squawking, flesh wad. Nobody’s forcing you to buy anything.
Amy: Yeah. I mean we all have commercials in our dreams but you don’t see us running off to buy brand-name merchandise at low, low prices.

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Leserbrief

2009-11-01, 18:29

Im Spiegel 45/2009:

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Westerwelle als Person und seine politischen Ansichten sind trotzdem abstoßend.

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Seltsam

2008-10-08, 21:18

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Witzig

2007-02-14, 11:12

Manchmal sind die Leserbriefe in Zeitschriften der lustigste Teil des Presseerzeugnisses. So auch heute im Spiegel (Ausgabe 7, 2007). Dort schreibt jemand zum vorangegangenen Bericht zur "Kommune 1": "Mit dem Gruppenfoto der Kommunengreise haben Sie mir eine große Freude gemacht. 40 Jahre lang habe ich gelegentlich das Gefühl gehabt, damals etwas versäumt zu haben – und jetzt tragen die dieselben dämlichen Mützen wie ich." Ich habe zwar keine Ahnung, was der Leserbriefschreiber für Hüte trägt, aber die Dinger auf dem ebenfalls vorhandenen Bild sind tatsächlich dämlich.

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