zu einer Voruntersuchung für eine OP fahre ich in Berlin am Savignyplatz vorbei und lese an einer Hausmauer beim Blick aus der S-Bahn “Wir rollen sitzend in den Tod”. Ein Omen?
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zu einer Voruntersuchung für eine OP fahre ich in Berlin am Savignyplatz vorbei und lese an einer Hausmauer beim Blick aus der S-Bahn “Wir rollen sitzend in den Tod”. Ein Omen?
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… bzw. eine damit im Zusammenhang stehende Beobachtung bei der heutigen Fahrt in der S-Bahn. Da hatte nämlich eine Dame ein Buch beim Wickel, in dem es um “das erste Chakra” ging. Und in besagtem Film gibt es eine Szene, in der in einer Gruppentherapie die Entdeckung des Herz-Chakras angepriesen wird. Jetzt verstehe ich endlich, was die damit meinten. S-Bahn bildet halt…
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will gelernt sein. Wenn man sich in der S-Bahn mehrmals in der Woche “Unterhaltungen” der Art
Person A: Ich hatte am Wochenende Besuch von meinen Enkeln.
Person B: Weisst du, wen ich neulich auf’m Alex getroffen habe? Die Inge aus aus unserer alten Straße.
Person A: Wir waren im Zoo, damit die Kleinen mal rauskommen.
Person B: Der geht es ja gar nicht gut. Die ist so schlecht zu Fuß.
anhört (thematisch variiert das natürlich etwas), muss ich immer an eine Szene aus “Fight Club” denken, die mit folgenden Worten begleitet wird:
Narrator: “I… I don’t know. I guess… when people think you’re dying, they really listen, instead…”
Marla: “-Instead of just waiting for their turn to speak.”
Wir lernen: in der S-Bahn den eigenen Tod ankündigen könnte die Gesprächsqualität für alle (Un)Beteiligten merklich heben.
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Tägliches Fahren mit der S-Bahn kann langweilig sein. Ich fahre täglich mit der S-Bahn. Ich langweile mich oft. Zum Lesen von Büchern habe ich allerdings keinen Nerv, weil ich bei zwangsweise mitzuhörenden Unterhaltung der Art „Ey, Alder. Am Wochenende hab isch in [hier folgen dann die Namen mir grundsätzlich unbekannter Lokalitäten] eine geile Ische angemacht. Voll krass, wa“ Probleme habe, in die Bücherwelten abzutauchen.
Manchmal spiele ich deshalb einfach nur mit meinem Mobiltelefon und schicke lustige Sinnsprüche per Bluetooth an andere – ebenfalls Bluetooth-aktivierte – Telefone meiner Mitfahrer. Lustig zu sehen, wie diese Personen dann auf sowas reagieren – wissen ja nicht von wem und woher es kommt. Witzig ist auch, wie manche Leute Ihre Telefone nennen. Von „Hasi“ bis „Terminator“ habe ich schon alles gesehen. Heute war es aber einfach nur niedlich. Eine ungefähr 40 Jahre alte Frau aus dem Schwabenland, die sich mit Ihrem Begleiter in schönstem Schwäbisch unterhielt, hatte Ihrem Telefon den Namen „Marieschen“ geben. Konsequent.
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